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9Lohn Der Angst
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18Daisies (Tausendschönchen)
19Abenteuer Des Werner Holt,...
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21Man Bites Dog
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23Army In The Shadows -...
24Apocalypse Now
25Mirror (Der Spiegel)
26Alice
27Tampopo
28Spiel Mir Das Lied Vom Tod...
29Zufall Möglicherweise, Der
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31Point Blank
32Zwei Kapitäne II (Two...
33THX 1138
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35Specialist, The - Portrait...
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40Phase IV
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Nader und Simin

Ein Film von Asghar Farhadi
Nader und Simin

Nader und Simin Iran 2011, 123 Min. - Regie: Asghar Farhadi. Darsteller: Peyman Moadi, Leila Hatami

Nader und Simin sind seit 14 Jahren verheiratet und leben gemeinsam mit ihrer Tochter Termeh in Teheran. Doch in der Ehe kriselt es seit langem und Nader und Simin stehen kurz vor der Trennung. Simin träumt davon, ihr Heimatland zu verlassen, damit ihre Tochter unter besseren Umständen aufwachsen kann. Nader weigert sich jedoch strikt gegen Simins Pläne einer Auswanderung, denn er will seinen an Alzheimer erkrankten Vater nicht alleine zurücklassen. Einen bereits genehmigten Ausreiseantrag lässt Nader verfallen. In ihrer Verzweiflung reicht Simin beim Familiengericht die Scheidung ein. Das meisterhafte, fesselnde Drama erhielt dieses Jahr auf der Berlinale den Goldenen Bären, die beiden Hauptdarsteller wurden mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Farhadi schafft es, aus einer höchstprivaten Situation heraus ein hochspannendes Gesellschaftsportrait zu entwickeln, bei dem keine Szene, kein Wort und keine Geste zu viel ist und bei dem man nie weiß, was als nächstes passieren wird. Gemeinsam mit den Figuren befindet sich der Zuschauer so auf der Suche nach der Wahrheit, die Farhadi nach und nach enthüllt – um am Ende festzustellen, das diese nicht von Bedeutung ist. Es sind die individuellen Beweggründe der handelnden Figuren, denen hier einzig und allein Relevanz zugemessen wird, und daß diese nicht miteinander vereinbar sind, macht die eigentliche Tragödie aus. -- schnitt.de

Bibliothèque Pascal

Ein Film von Szabolcs Hajdu
Bibliothèque Pascal

Bibliothèque Pascal Ungarn/D 2010, 111 Min. - Regie/Buch: Szabolcs Hajdu. Darsteller: Orsolya Török-Illyés, Andi Vasluianu, Shamgar Amram

Mona will ihre Tochter zurückhaben. Doch dafür muss sie dem Jugendamt erklären, weshalb sie die Kleine überhaupt in die Obhut ihrer Tante gegeben hatte und warum sie inzwischen eine taugliche Mutter sein soll. Und so beginnt Mona, ihre surreal erscheinende Lebensgeschichte zu erzählen. Vor drei Jahren wurde sie entführt, so kam sie auch zu ihrer Tochter, der zukünftige Vater wurde nach der Liebesnacht von der Polizei erschossen, ihr eigener Vater verkauft sie in Deutschland an Menschenhändler, die sie nach England bringen und so landet sie im titelgebenden Bordell "Bibliotheque Pascal", das als literarisches Cafe getarnt ist. Der ungarische Regisseur Szabolcs Hajdu inszenierte diesen grotesken filmischen Fiebertraum, mit sichtlicher Begeisterung für die Arbeiten von David Lynch und Federico Fellini.

Wenn die Realität unerträglich wird, helfen Träume. Das weiß das Kino seit seinen Anfängen. Aber immer wieder gab und gibt es Regisseure, die diese Wahrheit in besonders eindrücklicher Weise beherzigen. Der Ungar Szabolcs Hajdu gesellt sich mit seinem neuen Film Bibliothèque Pascal zu ihnen. Er lädt die sozialrealistisch grundierte Geschichte von Armut und Zwangsprostitution mit ebenso fantasievollen wie fantastischen Bildern auf. Eine Reise in die Welt der Gaukler und Überlebenskünstler, der Magier und Kartenleser - auf den Spuren solch bildgewaltiger Erzähler wie Federico Fellini oder Emir Kusturica. -- kino-zeit.de

Klitschko

Ein Dokumentarfilm von Sebastian Dehnhardt
Klitschko

Klitschko D 2011, 116 Min. - Regie: Sebastian Dehnhardt

Dr. Steelhammer und Dr. Eisenfaust – die Klitschkobrüder zählen seit Jahren zu den größten Legenden des Profiboxens. Der ältere ist jetzt 40 Jahre, der jüngere 34 Jahre alt. Letzterer zaubert auch gerne, nicht nur mit den Fäusten. Die Söhne eines ukrainischen Offiziers und Tschernobyl-Veterans und einer Pädagogin haben sich sowohl durch ihre Siege (und auch Niederlagen) als auch durch ihr über den Sport hinausgehendes Engagement einen Dokumentarfilm wie diesen redlich verdient.

Natürlich ist der spannende Film keine bloße Sportdokumentation für Boxfans, vielmehr ein intimes Porträt zweier Aufsteiger, für das der Regisseur die Klitschkos zwei Jahre um die Welt begleitete. Durch spannende Gespräche mit Wegbegleitern und Gegnern, bewegende Einblicke in das Privatleben (erstmals treten die Eltern der Klitschkos vor die Kamera) sowie noch nie gesehene Aufnahmen der kräftezehrenden Kampfvorbereitungen und spektakulären Boxkämpfe gelang ein intimes und faszinierendes Portrait zweier Ausnahmesportler, die vor allem eins sind: Brüder.

Am besten versteht man, worum es in "Klitschko" geht, wenn man sich klarmacht, wovon der Film überhaupt nicht und auf gar keinen Fall handelt. Es geht also nicht um die alte Geschichte der Rivalität zwischen zwei Brüdern, die uns seit Kain und Abel beschäftigt. Es geht um das glatte Gegenteil: um die Liebe zwischen zwei Brüdern, die einander ganz buchstäblich raushauen, einander durch Niederlagen und Zusammenbrüche beistehen und durch eine seltsame Mischung von Brüderlichkeit und zähem Beharren zu Weltmeistern werden. -- Die Welt

Midnight in Paris

Ein Film von Woody Allen
Midnight in Paris

Midnight in Paris USA/Spanien 2011, 94 Min. - Regie: Woody Allen. Darsteller: Owen Wilson, Michael Sheen, Kathy Bates, Adrien Brody

Drehbuchautor Gil, kürzlich mit seiner Verlobten nach Paris gereist, verirrt sich eines Nachts in den Gassen der alten Stadt, als plötzlich ein Oldtimer vor ihm hält und ihn auf magische Weise in die 20er Jahre transportiert. Dort lernt er alle Künstler kennen, die er bewundert: Ernest Hemingway, Salvador Dalí, Luis Buñuel, Gertrude Stein, Man Ray... Berauscht saugt Gil die Inspirationen auf, die nun auf ihn einprasseln. Ein romantisches Meisterwerk, leicht und heiter inszeniert, das mühelos jeden Kitsch in Kunst verwandelt und Schiefnase Owen Wilson in einen großen Schauspieler.

Wie liebevoll und mit welcher Leichtigkeit und Heiterkeit Allen das zusammenbringt, ist nur bewundernswert. Wie auch sein Umgang mit den Schauspielern... Was für ein zauberhafter Film! -- Berliner Zeitung

Brownian Movement

Ein Film von Nanouk Leopold
Brownian Movement

Brownian Movement NL/Belgien 2010, 102 Min. - Regie: Nanouk Leopold. Darsteller: Sandra Hüller, Dragan Bakema, Sabine Timoteo

Charlotte ist Ärztin und verheiratet. In einer ihr fremden Stadt hat sie Sex mit ihren möglichst unattraktiven Patienten, wofür sie extra ein Appartment angemietet hat. Als ihr Geheimnis auffliegt, wird sie mittels eines Gutachtens für arbeitsunfähig erklärt und verliert ihre Approbation als Ärztin. Charlotte kann ihr Verhalten nicht erklären - weder sich noch ihrem Mann. Unter dem äußeren Druck droht ihre Ehe zu zerbrechen. Der kühle und streng komponierte Film lässt den Zuschauer bewusst im Unklaren, es geht diesem nicht anders als den Protagonisten. Ein gewagtes filmisches und erzählerisches Experiment über sexuelle Obsessionen und psychologische Phänomena, das kein Ergebnis bereithält, nur die Versuchsanordnung. Angelehnt an das physikalische Phänomen, bei dem die plötzlich entstandene Bewegung von Teilchen sichtbar wird, beschreibt der Film die Intimität zwischen Männern und Frauen und die Einsamkeit in einer Beziehung.

In seiner strengen Kühle, seiner elliptischen und fragmentarisierten Erzählweise, seinen klaren Bildern, die immer wieder in Richtung Abstraktion streben, ist Brownian Movement ein Film, der entfernt an die so genannte Berliner Schule erinnert. Und als ein Werk von beinahe schon erhabener Künstlichkeit und hoher Kunstfertigkeit wird er sein Publikum spalten, so viel steht fest. Über eines aber lässt sich nicht streiten: Brownian Movement ist ohne jeden Zweifel ist eine sehr radikale und freie Kinoerfahrung, die lange nachwirkt und deren Ergebnisse und Erkenntnisse man auf den einzelnen Zuschauer unmöglich voraussagen kann. Ein Experiment mit völlig offenen Ausgang – genau wie das Leben. -- kino-zeit.de

Im Himmel, unter der Erde

Ein Dokumentarfilm von Britta Wauer
Im Himmel, unter der Erde

Im Himmel, unter der Erde D 2011, 90 Min. - Regie: Britta Wauer

Im Norden der Stadt, versteckt in einem Wohngebiet, umgeben von Mauern und bedeckt von einem Urwald aus Bäumen, Rhododendron und Efeu liegt der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee. Er wurde 1880 angelegt, ist 42 Hektar groß, hat derzeit 115.000 Grabstellen, und immer noch wird auf ihm bestattet. Weder der Friedhof noch sein Archiv sind je zerstört worden - ein Paradies für Geschichten-Sammler. Britta Wauer und ihr Kameramann Kaspar Köpke waren immer wieder hier und haben einen höchst lebendigen Ort vorgefunden. Menschen aus aller Welt kommen dort hin und können von jüdischer, Berliner und zugleich deutscher Geschichte erzählen, von der dieser Ort erfüllt ist. Der Film erhielt auf der letzten Berlinale den Panorama-Publikumspreis.

Doch Wauer betont, dass kein Film über Grabanlagen, Efeu und Kieselsteine die Leinwand füllen solle, sondern einer über Menschen. Das bestechend schlichte und berührende Werk der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Dokumentarfilmerin gehört dem Leben, nicht dem Tod. Mit spielerischer leichter Hand breitet Britta Wauer die erzählerischen Perlen heiterer und tragischer Geschichten vor dem Zuschauer aus. Des unschätzbaren Wertes der Erinnerungen, die wiederum kostbare Kleinode an Wissen und Erkenntnis bergen, ist sich die Regisseurin bewusst. -- kino-zeit.de

Unser Verleihprogramm umfasst 15.000 Titel auf DVD und VHS. Ausserdem könnt ihr bei uns Filme, Filmzeitschriften und Filmplakate kaufen.

Jan Svankmajer's Alice

DVD 21,90 €
sofort lieferbar

Jan Svankmajers Alice DVD

engl.F; inkl. Kurzfilm Darkness Light Darkness (1990)

Alice. CSSR/UK/D 1988. Regie: Jan Svankmajer

Diese Verfilmung von Lewis Carrolls Alice im Wunderland ist der erste Langfilm des berühmten tschechischen Filmkünstlers Jan Svankmajer und versetzt die wundersame Geschichte in eine sehr skurrile, von bösen Träumen und Prager Rumpelkammern ausgestattete Filmwelt, in der sich die Absurditäten der Vorlage in sehr origineller Form wiederfinden und einfallsreich zu neuem Leben erwachen. 

Der Amphibienmensch

DVD 19,- €
sofort lieferbar

Der Amphibienmensch DVD

russ.OF, dt. UT, engl.F, franz.F, div.UT; Doku, Filmmusik, u.a.

Человек-амфибия. UdSSR 1962. Regie: Gennadi Kasanski, Wladimir Tschebotarjow

Verfilmung des gleichnamigen Romanes von Alexander Beljajew, der einer der ersten sowjetischen Science-Fiction-Autoren war. Der Film über den schönen Ichthyander, der wegen einer Lungenkrankheit mit Hilfe von implantierten Haifischkiemen unter Wasser leben muss und sich unsterblich in die traurige Gutierre verliebt, war einer der grössten Erfolge des sowjetischen Kinos.

Ein andalusischer Hund + Das Goldene Zeitalter

DVD 21,90 €
sofort lieferbar

Ein andalusischer Hund + Das goldene Zeitalter DVD

dt. UT; inkl. Dokumentation A Proposito de Bunuel (Spanien 2000) u.a.

Un chien andalou. F 1929. L'Âge d'Or. F 1930. Regie: Luis Buñuel, Salvador Dalí

Die beiden Klassiker des surrealistischen Kinos von Luis Bunuel und Salvador Dali in einer DVD-Edition. Von den skandal-trächtigen Premieren in Paris bis heute wahrhaft zeitlose Filme, deren Bilder nichts von ihrer suggestiven Kraft verloren haben. "...was vermag ich gegen diejenigen, die geil sind auf alles Neue, selbst wenn es ihren tiefsten Überzeugungen ins Gesicht schlägt, gegen eine Presse, die unaufrichtig oder käuflich ist, gegen dieses stumpfsinnige Pack, das „schön“ oder „poetisch“ gefunden hat, was im Grunde nur ein verzweifelter, ein leidenschaftlicher Aufruf zum Mord ist." - Luis Buñuel

Filmzeitschriften

Schnitt Filmmagazin Januar 2012

Schnitt
Das Filmmagazin

01/2012 #65: 6 €

Deadline Januar/Februar 2012

Deadline
Das Filmmagazin

01/2012 #31: 6 €

Splatting Image Dezember 2011

Splatting Image
Das Magazin für den unterschlagenen Film

12/2011 #88: 5 €

Einige Schwerpunkte in unserem Programm:

Volkseigener Film

Kino in der DDR: Kleine und große Werke der Deutschen Film AG, besser bekannt als DEFA, zwischen 1946 und 1990 wie Die Legende von Paul und Paula, Spur der Steine, Solo Sunny oder Coming Out.

Frank Beyer | Egon Günther | Konrad Wolf | Wolfgang Staudte | Heiner Carow | Jürgen Böttcher | Martin Hellberg | Ralf Kirsten | Gottfried Kolditz | Kurt Maetzig | Günter Reisch | Herrmann Zschoche

» Übersicht DEFA-Filme

Spur der Steine Filmplakat

Kinoprawda und Kinoapparat

Russische und sowjetische Filmklassiker: Antibürgerliche Avantgarde, stalinistische Auftragswerke, monumentale Literaturverfilmungen, melodramatische Kriegsgeschichten und realsozialistische Liebesfilme.

Elem Klimow | Andrej Kontschalowskij | Nikita Michalkow | Sergej Paradschanov | Sergej Bondartschuk | Andrej Tarkowskij | Sergej Eisenstein | Tengis Abuladse | Wsewolod Pudowkin

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Dva Kapitana 2