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Seit 1990 Filmarchiv Negativeland
Die älteste Programmvideothek in Berlin (Ost)
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25. April 2010
Al Pacino zum 70. Geburtstag
Looking for Al
Es gibt Menschen, die sind einem einfach nicht sympathisch. Man mag ihre Leistungen ja noch so sehr schätzen und sich daran erfreuen wie man will, man mag sie respektieren, sogar bewundern für das was sie tun und getan haben und in all ihrer Grandiosität noch alles tun werden – wirklich lieb gewinnen kann man sie nicht. Unterm Strich bleibt das Gefühl, es doch eigentlich mit selbstgefälligen, wichtigtuerischen Arschlöchern zu tun zu haben. Auf Neudeutsch: Mit Unsympathen. In diesem Fall: Mit Al Pacino. [weiter]
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03. August 2010
Martin Sheen zum 70. Geburtstag
Feta und Söhne
Ein altes chinesisches Sprichwort besagt, Vater und Sohn sollten nicht auf derselben Matte essen. Dabei kann vieles schief gehen: Die Matte ist zu klein, die Stäbchen sind zu lang, man gerät in verdauungsstörende Phrasendreschereien, so genannte Vater-Sohn-Gespräche – oder aber der Vater ist Schauspieler und der Sohn wird es dann auch und am Ende sitzen beide peinlich berührt um die halbleere Reisschüssel, der Sohn im Schatten des Vaters, der Vater einem mickrigen Abbild seiner selbst gegenüber, und der Appetit ist vergangen. Das Gesetz der geteilten Matte: Schicksalsregel bei FilmschauspielerInnen mit nur anderthalb potentiellen Ausnahmen – davon soll hier die Rede sein. [weiter]
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Jean-Pierre Melville Französischer Todesengel Jean-Pierre Melville war der große Stilist des französischen Kinos und einer der einflussreichsten europäischen Regisseure. Seine extrem stilisierten Gangsterfilme wurden Ikonen des Genrekinos und Vorbilder für Martin Scorsese, John Woo und Quentin Tarantino. >>
Akira Kurosawa Tenno Akira Am 6. September 1998 verstarb 88jährig der Meister des japanischen Films. Jakob Sobe wagte einen ausführlichen Blick auf einen kleinen Teil seines umfangreichen Werkes - den Samuraifilm, den Kurosawa-San ganz entscheidend prägte - und mit ihm auch den amerikanischen und italienischen Western. >>
Roland Klick Der Große Unbekannte Seinen letzten Spielfilm drehte er vor 20 Jahren, er ist seit vielen Jahren ein gern gesehener Gast auf den ihm gewidmeten und stets gut besuchten Retrospektiven und doch ist er nur für Eingeweihte ein klingender Name. Aber warum kennt heute keiner mehr den Regisseur von legendären deutschen Filmen wie Deadlock, Supermarkt und White Star? Eine kleine Antwort. >>
Paul Verhoeven Aus Fleisch und Blut Rasender Holländer, Hollywood-Immigrant und exzessiver Mainstream-Kontroversist: Der Regisseur von Basic Instinct und Starship Troopers (in Deutschland indiziert) wurde am 18. Juli 2008 70 Jahre alt. Ein kleines Geburtstagsständchen. >>
Roman Polanski Ab ins Polanskino Zum 75. Geburtstag des am 18. August 1933 in Paris geborenen polnisch-französischen Riesen unter den kleinwüchsigen Regisseuren schreibt sich unser Autor Jakob Sobe eine unvollständige Geburtstagsfilmografie vom Herzen. >>
Stanley Kubrick Dr. Cubeprick or: How I Learned to stop Hurrying and Love the Pomp. Eine entschleunigte Filmografie von Jakob Sobe über den am 26. Juli 1928 in New York unter dem Sternzeichen des Löwen geborenen Löwen unter den Regisseuren. >>
Orson Welles Citizen Welles Eine biografische Filmografie von Jakob Sobe über einen der nicht nur an Körpermasse umfangreichsten Regisseure und Schauspieler der Filmgeschichte, der mit seinen Filmen immer ein Fremder in seiner Heimat Amerika, aber auch in Europa blieb. >>
The Coen Brothers No Country for Old Movies? Mit vier Oscars ist ihr Meisterwerk No Country for Old Men reich belohnt worden, das ist für Jakob Sobe Anlass genug, sich mit den frühen Filmen des begnadeten Regieduos Joel und Ethan Coen zu befassen. >>
Weitere Filmtexte: Jan Potocki: Die Handschrift von Saragossa >> Zehn Filme über die RAF: Heckler, Koch und Roter Stern >> The Last Men on Earth: Sie sind Legende >> Der Tod von Bonnie & Clyde: Am 22. Mai 1934 wurden Bonnie & Clyde erschossen >> Leide, Zuschauer! Filme für die Magengrube >> Kriegsfilme: Rohe Weihnacht! >> Liebesfilme: L'Important, c'est d'aimer >> Berlin: Sinfonie der Großstadt >>
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Jan Svankmajer Der Magier von Prag Der 1934 in Prag geborene surrealistische Filmemacher Jan Svankmajer ist einer der bedeutendsten tschechischen Künstler. Mit seinen originellen Filmvariationen zu Faust und Alice in Wonderland und seinen vielen Kurzfilmen aus über vier Jahrzehnten beeinflusste er viele Regisseure und Künstler wie Terry Gilliam, Tim Burton und die Quay Brothers. >>
René Laloux Schizophrenic Cinema Mit seinen Zeichentrickfilmen Der Phantastische Planet und Herrscher der Zeit erlangte der französische Regisseur und Maler Kultstatus. Bei seinen Filmen arbeitete er mit berühmten Künstlern wie Roland Topor, Jean Giraud, Isaac Asimov und Stefan Wul zusammen. >>
John Boorman Beim Sterben ist er der Letzte Am 18. Januar 2008 wurde einer der dienstältesten britischen Regisseure, verantwortlich für legendäre Filme wie Point Blank, Zardoz, Excalibur und Deliverance (deutscher Titel: Beim Sterben ist jeder der Erste) 75 Jahre alt. Wir gratulieren mit einem Textchen. >>
Sergio Corbucci Erlösung durch Blei Sergio Corbucci, der vor 80 Jahren in Rom geborene und auch dort vor 17 Jahren gestorbene Regisseur von Django und Il Grande Silenzio war der kleine Bruder von Sergio Leone, musste sich aber nicht hinter dessen Italowestern verstecken, auch wenn diese episch breite Schultern hatten. >>
Jacques Tati Monsieur Hulot Der berühmte französische Regisseur und Schauspieler, dessen Rolle als schrulliger, pfeiferauchender und fortschrittsresistenter Monsieur Hulot Filmgeschichte schrieb, wäre im Oktober 2007 100 Jahre alt geworden wäre. >>
Sam Peckinpah Tiertöter Rowdyrothaut Hühner, Skorpione, Ameisen - der große Regisseur Sam Peckinpah hatte eine Vorliebe für das Töten von kleinen Tieren. Jakob Sobe schaute sich deswegen noch einmal Pat Garrett & Billy the Kid, Cable Hogue, The Wild Bunch und Ride the High Country an, um zu sehen, was da los war. >>
Russ Meyer The King of Nudies Am 18. September vor drei Jahren verließ unbemerkt und unerwartet der Meister großer Busenkunst unsere für seine Phantasien zu klein gewordene Welt, aber ganz gewiss nicht, um in das komische Paradies mit den Jungfrauen einzugehen, denn Russ Meyer, der "Eisenstein des Sexfilms", war kein Märtyrer, dafür aber Autorenfilmer und Geschäftsmann im Dienste einer guten Sache. >>
Federico Fellini Tragische Unschuldsengel Auf die Suche nach der missbrauchten Unschuld und der wahren Liebe in den frühen Filmen des berühmten italienischen Regisseurs, u.a. La Strada und Die Nächte der Cabiria, begab sich unser Autor Jakob Sobe. >>
Andrej Tarkowski Stalker im Unendlichen Sehr passend zum religiösen Gedanken der Feiertage im Dezember ist das überschaubare, aber schwer zu durchdringende filmische Werk des sowjetischen Regisseurs Andrej Tarkowski, das sich mit der Suche nach dem Göttlichen und Unendlichen beschäftigt. >>
Cormac McCarthy Am Ende der Strasse Der am 20. Juli 2008 75 Jahre alt gewordene Autor von No Country for Old Men ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen amerikanischen Schriftsteller. 2007 wurde er für seinen Roman The Road (Die Straße) mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. >>
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WOJCIECH HAS Der polnische Regisseur Wojciech Has (1925-2000) drehte nur eine Handvoll Spielfilme, von denen aber zwei zu den ganz großen Klassikern nicht nur des polnischen Kinos zählen, sondern darüber hinaus zu den wichtigsten surrealistischen Filmwerken, die auch viele internationale Künstler beeinflusst hatten.
The Hourglass Sanatorium SANATORIUM POD KLEPSYDRA / Das Sanatorium zur Todesanzeige Polen 1973, Regie u. Drehbuch: Wojciech Has Das Sanatorium zur Todesanzeige ist nach Erzählungen des berühmten Erzählers Bruno Schulz (1892-1942) entstanden - des polnischen Kafkas, der am Tage seiner geplanten und von Freunden initiierten Flucht aus dem Ghetto infolge einer bizarren Privatfehde zwischen zwei SS-Offizieren auf offener Straße erschossen wurde. Die Reise eines jungen Polen zu seinem sterbenden Vater, einem Exzentriker, der mit Tauben in einer Dachkammer lebte und nun im Sanatorium liegt, wird zu einem poetischen Spiel mit Symbolen und Zeitebenen, in dem sich Phantasie und Realität vermischen. Als er im Sanatorium ankommt, findet er dieses verwahrlost und ohne Führung vor. Private Erinnerungen und Träume verknüpfen sich mit dem gesellschaftlichen Bild Polens vor dem Zweiten Weltkrieg, wobei Regisseur Has auch den Holocaust reflektiert, und somit in Schulz' Erzählungen dessen Tod mit einfließen lässt. The Saragossa Manuscript REKOPIS ZNALEZIONY W SARAGOSSIE / Die Handschrift von Saragossa Polen 1964, Regie: Wojciech Has Musik: Krzysztof Penderecki, mit: Zbigniew Cybulski Ein zugleich überbordend üppiges und expressionistisch karges Werk voller unheimlicher und komischer Geschichten, surrealistisch und schwankhaft, spannend und witzig. 1739 reitet ein junger Offizier durch die wilde Sierra Morena, begegnet dort verlockenden Frauen, verrückten Einsiedlern, der Inquisition und gehängten Räubern - und vielen Lebensgeschichten, die 1001 Nacht in den Schatten stellen. Ein Meisterwerk, das Regisseure wie Luis Buñuel, Lars von Trier, Martin Scorsese, Francis Ford Coppola und viele andere inspirierte. Die Hauptrolle wird gespielt von Zbigniew Cybulski (1927-1967), dem polnischen James Dean, ein gutaussehender Mann mit markanten Gesichtszügen, der stets eine Sonnenbrille trug und durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, als er versuchte, auf einen fahrenden Zug zu springen. Bekannt wurde Cybulski vor allem mit der Rolle des Maciek in Andrzej Wajdas Asche und Diamant. Die Vorlage für Die Handschrift von Saragossa ist der gleichnamige Roman des polnischen Adligen Jan Graf Potocki (1761-1815), eines weit gereisten Forschers, Historikers und Romanciers, der daran ganze 18 Jahre bis zu seinem Tode arbeitete. Wobei sein Leben und auch sein Tod ähnlich bizarr verliefen wie seine Erzählung. Der in seinen letzten Lebensjahren depressiv gewordene Graf, ein hochgebildeter Kosmopolit, feilte solange an der Spitze seines Samowars - einer Silberkugel -, bis diese in den Lauf seiner Pistole passte, und erschoss sich damit. Die Handschrift von Saragossa Eine Erinnerung von Hartmut Mechtel >>
50 JAHRE ANDERGROUND Der österreichische Underground Filmemacher Carl Andersen wurde 50 Da ist er nun noch immer da, hier in Berlin. Anfang der 90er als österreichischer Kulturexport in der ehemaligen Reichshauptstadt angekommen und gerade mal zwei Spielfilme auf dem als Filmkritiker und Programmkinomacher vorbelastetem Gewissen, drehte er in Folge fast ein Dutzend merkwürdiger, aber zu den Bewohnern der großen Stadt passender No-Budget-Filme, in denen er bewusst auf den Einsatz filmischer Mittel verzichtete oder als eine Art Godard für arme (d.h. nackte) Ritter demontierte, stets um das immergleiche Themengespann kreisend: die vergebliche Suche nach Liebe und Sex und was der Regisseur als Mensch damit zu tun hat. Letztere Frage beantwortete Andersen meistens mit der Besetzung der männlichen Hauptrolle mit sich selbst, um sich dann über seine (Film-)Frauen herzumachen. Oder zumindest zu versuchen. Nennt man auch Verwischung der Grenzen zwischen Realität und Fiktion und funktioniert wie beim Scheibenwischer. Depressiv, anarchisch und komisch. Die Filme des Carl Andersen. >> Reviews (english version) >>
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50 Jahre Anderground Filmwerkschau Carl Andersen 17. - 30. Juli 2008 in den Tilsiter Lichtspielen (F-Hain) und der Brotfabrik (Pankow) Das Plakat zur Werkschau ist für 10,- EUR im Laden erhältlich. |
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