Lisztomania EmpfohlenMedium Produktionsland Verleihnummer Produktionsjahr 1975 Schauspieler Roger Daltrey, Sara Kestelman,
Paul Nicholas, Ringo Starr,
Rick Wakeman, John Justin,
Fiona Lewis, Veronica Quilligan,
Nell Campbell, Andrew Reilly,
David English, Imogen Claire, Rikki Howard Hits 3258 Votes 8 Rating Regie Ken Russell Originaltitel Lisztomania engl.OF; Kommentar, Trailer; 2.35:1 Abschluß der skurrilen Trilogie über Komponisten oder besser über das, was Russell von deren Biografien hält. Liszt, seines Zeichens großer Rockstar, dem sich die Frauen scharenweise an den Hals werfen, hat sich in einer Welt aus Sex und Crime mit dem Judenmörder Richard Wagner auseinanderzusetzen. Natürlich schwelgt der Film in opulenten Bildern, ist aber amüsanter als das Gros der Filme von Ken Russell. Darauf hat man lange gewartet: endlich ist Ken Russells furiose und gegen alle Geschmacksregeln komponierte sowie historisch frei ausgelegte Künstlerbiografie von Wagner und Liszt auf DVD erhältlich. Der Titel ist Heinrich Heine entliehen, der damit den Wahnsinn bei Franz Liszts von vielen schreienden Frauen umschwärmten Auftritten beschrieb, womit wohl Liszt der erste Popstar der Moderne war. Und in diesem Sinne ist auch der Film vom britischen Exzentriker und Skandalregisseur Ken Russell (Women in Love, The Devils, The Music Lovers) gestaltet. Sexmaniac Liszt hat diverse Affären und leidet in seinen Träumen unter Kastrationsängsten, vor allem bei seinem Besuch einer russischen Fürstin, zu seinen Neidern und Bewunderern zählt auch der untalentierte und wenig populäre Richard Wagner, der dann später in Revolutionen macht und als Vampir den genialen Geist der Lisztschen Klavierkünste aus demselben heraussaugt, um zusammen mit Liszts Tochter Cosima in einem abgelegenen Schloss eine der Hitlerjugend ähnliche Sekte zu gründen, die den neuen Menschen formieren soll. Als verrückter Wissenschaftler erschafft er einen künstlichen Menschen - einen siegfriedtumben blonden Hühnen, der Hitler ähnlich sieht und im Finale mit einer E-Gitarre, die auch als Maschinengewehr funktioniert, in endlosen Salven zuerst die Judengasse und dann die ganze Welt in Schutt und Asche legt, während der im Himmel angelangte Liszt von Gott berufen wird, mit Hilfe eines Jetfighters, der von einer Orgel angetrieben wird und mit sechs Raketen bestückt ist, in denen wiederum Liszts wichtigste Liebhaberinnen stecken, mit der Macht der Liebe dem Monster auf Erden den Garaus zu machen. Na ja, das war jetzt so ziemlich der ganze Film, aber es ist eine Erlösung, das alles mal aufgezählt zu haben. Aber keine Sorge, es ist auf keinen Fall der ganze Film, da bräuchte man etliche Zeilen mehr. Also - angucken, denn sonst hat man wirklich was verpasst! Besprechungen (0)
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